Wenn man vorne seine Torchancen nicht rein macht, wird man hinten irgendwann bestraft. Diese alte Fußballweisheit bewahrheitete sich am Mittwochabend im Pokalspiel gegen den Bezirksligisten TBV Lemgo. Am Ende verlor die JSG Aspe-Retzen unglücklich mit 1:2.

Die JSG Aspe-Retzen wollte von Beginn an den Ton angeben und versuchte das Spiel zu machen. Gegen die kompakt stehende Defensive kamen aber zu wenig Ideen und das Spiel wurde nicht schnell genug gemacht. Ungenauigkeiten im Spielaufbau luden die Gäste zudem zu gefährlichen Gegenstößen ein, die vor dem Tor allerdings harmlos verpufften.

Nach 10 Minuten gab es einen Freistoß für Lemgo, 27m halb links vor dem Tor. Mit einem feinen Kniff ließ Lemgo die Abwehr der JSG alt aussehen. Der Ball wurde unter der hochspringenden Mauer durchgespielt und dann vom Stürmer problemlos in den Maschen versenkt.

In der Folge drängte Aspe-Retzen auf den Ausgleich, zwei hundertprozentige Torchancen durch Nico und Erik konnten aber nicht verwertet werden. Kurz vor der Halbzeit kam Aspe-Retzen dann durch einen Elfmeter zum verdienten Ausgleich. Ole wurde im Straftraum gefoult, Alex P verwandelte sicher.

In der zweiten Halbzeit weiter Aspe-Retzen am Drücker. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als Ole frei auf den Torwart zu lief, den Ball aber nicht am Torwart vorbei brachte. Die anschließende Ecke brachte noch einmal Gefahr. Erik kam frei zum Kopfball, setzte den Ball aber knapp neben das Tor.

Etwas auf dem Nichts dann der Führungstreffer für Lemgo. In einem hart geführten Zweikampf ging der JSG-Spieler zu Boden. Der Lemgoer Stürmer legte sich daraufhin den Ball mit dem Arm vor und konnte alleine auf das Tor zulaufen und das Tor erzielen. Das klare Handspiel wurde zum Ärger der Spieler und Zuschauer vom Schiedsrichter nicht geahndet.

Aspe-Retzen versuchte nun noch mehr Druck aufzubauen, was gegen die tief stehende Abwehr nicht immer gelang. Zu ungenau wurden viele Bälle gespielt. Dennoch ergaben sich Möglichkeiten für die Gastgeber. Zwei Mal wurde Max im Strafraum beim Abschluss massiv behindert und zu Boden gerissen. Auch hier blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm.

Durch einen Konter dann fast die Entscheidung für Lemgo. Philipp im Tor konnte den ersten Schuss abwehren, den Nachschuss kratzte dann Erik von der Linie. Auch Max hatte noch eine gute Gelegenheit. Schön spielte er den Torwart aus und schoss dann den Ball aus spitzem Winkel auf das Tor. Auch hier konnte der Abwehrspieler so eben noch für den geschlagenen Keeper das Leder vor der Linie klären.

Nach 5 Minuten Nachspielzeit war es dann vorbei. Lemgo profitiert von einer starken Defensive und davon, dass der Schiedsrichter ein klares Handspiel nicht ahndet. Am Ende steht eine unglückliche 1:2 Niederlage für die JSG Aspe-Retzen.