Das Festzelt auf dem Sportplatz diente am vergangenen Wochenende innerhalb von nur 42 Stunden als Großraumdisko, Konzerthalle, Gotteshaus und Theater. Die fleißigen Helfer aus dem Festausschuss verbrachten schlaflose Nächte, so dass die Besucher der Jubiläumsfeiern stets eine bestens vorbereitete Lokation vorfanden.

Den Start machte eine gut besuchte DJ-Party. Am Plattenteller sorgten die DJs Niklas Müller und Daniel Prasse für eine volle Tanzfläche. Bis in die Nacht wurde der Dancefloor vom zumeist jungen Publikum belagert. Am Samstag stand die norddeutsche Band HEARING FALL auf der Bühne und lockte das Partyvolk erneut auf den Tanzboden. Die mehr als dreistündige Live-Show sprach alle Altersklassen gleichermaßen an. Viele Knetterheider, Werler und Asper sowie Gäste aus Nah und Fern sangen und tanzten nach Lust und Laune mit. Einige ehemalige Fußballer des SV Werl-Aspe hatten sich aus dem gesamten Bundesgebiet extra zu der Jubiläumsfeier eingefunden. Nachdem sie am Nachmittag beim Hobbyturnier noch anderen Teams den Vortritt lassen mussten, waren sie im Feiern unschlagbar. Für die Band war es der erste Auftritt in NRW und dabei bekamen die fünf Musiker das südländische Temperament der Lipper zu spüren. O-Ton: „Wenn wir demnächst wieder in den Urlaubsorten an der Nordsee spielen, können wir unserem Publikum jetzt zurufen, dass es einfach so abgehen soll, wie die Leute hier beim SV Werl-Aspe.“

Die Musik von Hearing Fall war kaum verklungen, da „läuteten“ schon die Glocken zum ökumenischen Gottesdienst. Im über Nacht festlich geschmückten Zelt hielt Superintendent Holger Postma aus Wöbbel, Sportbeauftrager der Landeskirche, die Predigt. An der Gestaltung wirkten TenSing Knetterheide und der Posaunenchor der Lutherischen Gemeinde mit.

Zum anschließenden Frühschoppen gab der Spielmannszug der Feuerwehr Detmold ein Platzkonzert auf dem Sportplatz. Während die Kernsportart des Jubiläumsvereins am Sonntag komplett pausierte, präsentierte der Golfclub Am Heerhof die Möglichkeit, in den Golfsport hinein zu schnuppern. Dabei gelang es manchem Naturtalent, den kleinen Ball mit dem Schläger von einem Fußballtor zum anderen zu schlagen. Als Belohnung gab es Gutschein für weitere Schnupperstunden auf dem Platz Am Heerhof.

Mittlerweile waren aus dem Zelt ein Theater mit langen Tischreihen vor der Bühne geworden. Daran nahmen gut 100 Zuschauer platz und sahen bekannte Sketche von Loriot in der wunderbaren Version der Retzer Bühne. Das furiose Finale der Szenen gaben „Dr. Klöbner“ und Herr „Müller-Lüdenscheidt“ nebst Badeente. Das Publikum bog sich vor Lachen.

Somit kamen an den drei Festtagen alle Freunde von Sport, Musik und Unterhaltung auf ihre Kosten. Veranstalter und Gäste strahlten am späten Sonntagnachmittag mit der Sonne um die Wette. Bis zur nächsten großen Feier auf dem Heerser Bruch möchte der SV Werl-Aspe daher nicht bis zum 200-jährigen Jubiläum warten.

Mit sportlichem Gruß

Meik Gronemeier
Projekt 100-Jahre SV Werl-Aspe